Mammographie

Brustkrebsfrüherkennung mittels Mammographie

Seit Jänner 2019 ist ein neues, volldigitales Mammographiegerät in Betrieb, welches mit der Zusatzfunktion der Tomosynthese ausgestattet ist. Neben der üblichen Untersuchung in 2 Ebenen ist es uns nun möglich, eine neue Technologie anzuwenden, um die diagnostischen Möglichkeiten noch zu verbessern. 

Bei der Tomosynthese werden Schichtaufnahmen der Brust aus verschiedenen Winkeln angefertigt.  Die daraus abgeleitete 3D-Darstellung hat gegenüber der konventionellen Mammographie den Vorteil, dass Überlagerungseffekte reduziert werden. 

Mit dieser Methode kann die Früherkennung von Brustkrebs um bis zu 30% verbessert werden. Die gering erhöhte Dosis im Vergleich zur Standardmammographie rechtfertigt diese verbesserte Früherkennung im Falle einer Bruskrebserkrankung, die bei Standardaufnahmen möglicherweise nicht erkennbar gewesen wäre. 

Der beste Untersuchungszeitpunkt zur Mammographie ist in der ersten Zyklushälfte (ca. 5. bis 12. Zyklustag). Eine Kompression der Brust ist nötig, um Weichteilüberlagerungen bestmöglich zu reduzieren und somit die Beurteilung zu verbessern. Dies kann von einigen Frauen als relativ schmerzhaft empfunden werden,  dauert jedoch nur kurz und verursacht keine Schäden. 
Je nach Brustdichte wird eine ergänzende Ultraschalluntersuchung angeschlossen.
Eventuell vorliegende Vorbilder bitte zur Untersuchung mitbringen!

Strahlenbelastung

Die erforderliche Strahlendosis wird so gering wie möglich gehalten und ist bei modernen Geräten sehr niedrig. Die applizierte effektive Dosis bei der Mammographie liegt zwischen 0,2 bis 0,6 mSv (beidseits in 2 Ebenen; abhängig von der Brustdichte- und größe). 

Zum  Vergleich einige Strahlenwerte:

natürliche Strahlenexposition in Österreich:   2,8mSv/Jahr  (terrestrische Strahlung, kosmische Strahlung).  Die terrestrische Strahlung ist regional sehr unterschiedlich: In Salzburg z.B. 0,46mSv im Vergleich zu Bad Gastein 1,29 mSv oder Heidenreichstein sogar 1,71 mSv pro Jahr. Die kosmische Strahlung ist abhängig vom Abstand zur Erdoberfläche (0,3 mSv auf Meeresniveau, 1mSv bei 3000m Seehöhe). (Quelle: AGES und Bundesministerium für Gesundheit, 2011/2012; Seibersdorf)

  • Lungenröntgen 2 Ebenen:  0,1 mSv
  • LWS Röntgen 2 Ebenen: 0,8 – 1,8 mSv
  • Transatlantikflug (z.B. Wien-New York und retour): ca. 0,1 mSv
  • Rauchen 20/Tag: ca. 0,1-0,5 mSv/Jahr effektive Dosis 

Screening Mammographie

Jede Frau zwischen 45 und 69 Jahren erhält alle 2 Jahre eine automatische Einladung zur Mammographie. Frauen ab 40 Jahre und ab 70 Jahre sind ebenfalls berechtigt an diesem Programm teilzunehmen. Diese müssen sich jedoch telefonisch oder per Email melden, um in das Programm aufgenommen zu werden.

Telefonische Anmeldung Serviceline: 0800 500 181

Email : serviceline@frueh-erkennen.at

Alle Screeningmammograpien werden doppelbefundet, das bedeutet, dass zwei Radiologen die Bilder unabhängig voneinander beurteilen. Erst wenn eine Übereinstimmung vorliegt, wird der Befund an die Patientin per Post übermittelt. Dies erfolgt innerhalb von 7 Werktagen. Bei Auffälligkeiten wird die Patientin durch den Radiologen informiert und der Befund mit der Frau besprochen. Sollte eine weitere Abklärung (Magnetresonanztomographie oder Probeentnahme) notwendig sein, wird die Patientin über die entsprechenden durchführenden Stellen informiert bzw. dorthin verwiesen. 

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